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Der bedeutende Sonettdichter Andreas Gryphius wurde 1616 in Glogau in
Schlesien geboren. Sein Vater verstarb fünf Jahre später, so daß die
Erziehung von seinem Stiefvater Michael Eder und seiner Mutter
übernommen wurde. Die Mutter wiederum verstarb 1628. Der Stiefvater
wurde vertrieben und Gryphius folgte ihm in das kleine Dorf Driebitz.
1532 zog er schließlich nach Fraustadt (heute: Wschowa in Polen) und
konnte von dort aus ein Gymnasium besuchen und schließlich am
Akademischen Gymnasium in Danzig studieren. Seinen Lebensunterhalt
verdiente er als Hauslehrer bei einem Ritter, Georg Schönborner und
hatte dabei auch Gelegenheit zu reisen und sich selbst weiterzubilden,
an der Universität Leiden und in Straßburg. Schließlich kehrte er wieder
nach Fraustadt zurück und heiratete dort 1649 Rosina Deutschländer und
wurde Vater von sieben Kindern.
Gryphius arbeitete als Jurist weiter und konnte sich gesellschaftlich
etablieren, wurde u.a. durch Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar
gefördert. Gryphius' eigener Lebensweg hatte viele tragische Momente,
seine Eltern und Geschwister starben früh, er selbst litt teilweise an
lebensbedrohlichen Krankheiten. Die schlägt sich auch in seinem
literatischen Schaffen nieder, bekannt wurde z.B. das Sonett 'Tränen des
Vaterlands', in welchem die furchtbaren Ereignisse des Dreißigjährigen
Kriegs verarbeitet werden. Gryphius verstirbt 1664 plötzlich während
einer Sitzung, vermutlich an einem Schlaganfall.
Bücher
von Andreas Gryphius
Werke von Andreas Gryphius:
Sonette (Gedichtsammlung), Lissa 1637
Son- und Feyrtags-Sonette, Leiden 1639
Ermordete Majestät oder Carolus Stuardus König von Gross Brittannien
(Trauerspiel), 1657; gründlich überarbeitete Fassung 1663
Verlibtes Gespenste / Die gelibte Dornrose (Doppeldrama), Breslau 1660
Die eigne Dekadenz (Gedicht über Selbstzweifel), 1648
Tränen in schwerer Krankheit, 1663
Es ist alles eitel, 1637 |