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Christoph Martin Wieland
1733 bis 1813

Dem deutschen Durchschnittsbürger dürfte der Name Christoph Martin Wieland heute nur wenig sagen. Wieland lebte zwischen 1733 und 1813. Er studierte Philosophie und Jura und wurde als Rokoko-Dichter und deutscher Aufklärer bekannt. Ihm wird unter anderem die Begründung des deutschen Bildungsromans zugeschrieben. Christoph Martin Wieland galt außerdem als bedeutender Übersetzer historischer Schriften und Theaterstücke.

Bereits der Heimunterricht durch den Vater - der ein Pastor war - verband Christoph Martin Wieland mit alten Sprachen. Seine Studien befriedigten ihn nicht, er brach sie ab. Wieland wurde stattdessen Hauslehrer in der Schweiz. Seine Geschichte bliebe vielleicht hier stecken, wäre er nicht 1760 in seine Heimatstadt zurückgekehrt und dort als Kanzleiverwalter der Stadt berufen worden. Jetzt beginnt Wieland, sich für die französische Aufklärung zu interessieren. Seine Vorbilder heißen Voltaire und Diderot. Wieland entwickelt sich zum freigeistig denkenden Skeptiker - und damit kommt er zunächst nicht gut an. Er hält anderen den Spiegel vor, das mag man nicht. Seine schwärmerischen Gedichte werden daraufhin öffentlich verbrannt. Wieland dichtet trotzdem weiter und übersetzt zugleich die ersten von insgesamt 22 Shakespeare-Dramen. Er verfasst mit der «Geschichte des Agathon» einen ersten deutschen Erziehungsroman, der durchaus autobiografische Züge trägt. Langsam findet Christoph Martin Wieland Anerkennung. Man beruft ihn 1769 an die Universität Erfurt. Drei Jahre später erzieht er den Erbprinzen Carl August am Weimarer Hof. Mit der Gründung der Zeitschrift «Der Teutsche Merkur» im Jahre 1773 geht es weiter. Die Zeitschrift wird später umbenannt. Ab 1775 kann er dank einer lebenslang geltenden Pension des Herzogs Carl August von Sachsen-Weimar sein Leben als freier Schriftsteller führen. Wieland erlangt anlässlich einer persönlichen Begegnung im Jahre 1808 sogar den Respekt von Napoleon, der ihn als deutschen Voltaire bezeichnet. Gestorben ist Christoph Martin Wieland 1813. Er kannte so bedeutende Zeitgenossen wie Goethe, Schiller, eine der Brentano-Schwestern und beherbergte Kleist in seinem Hause.

Zu den zahllosen Werken von Christoph Martin Wieland gehören Lehrgedichte über die Natur ebenso wie Lobgesänge auf die Liebe oder "Moralische Biefe in Versform". Wieland hinterließ Erzählungen, Psalmen, politische Traktate und Schauspiele. Auch komische Erzählungen, "Beiträge zur geheimen Geschichte des menschlichen Verstandes und Herzens" oder Traktate über antike Frauenbilder brachte er zu Papier. Später ging es auch um die französische Revolution oder die Übersetzung von Klassikern wie Horaz, Cicero oder Aristophanes. Heute zählt man Wieland zu den bedeutendsten Schriftstellern der deutschen Aufklärung. Man nennt ihn in einem Atemzug mit Namen wie Johann Gottfried Herder, Friedrich Schiller oder Johann Wolfgang von Goethe. 

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