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DDR Literatur
nach 1945

In der sowjetischen Besatzungszone und späteren DDR entwickelte sich die Literatur anders als in den Westgebieten. Hier wurde versucht, politisch auf die literarische Entwicklung gezielt Einfluss zu nehmen und so einen antifaschistisch-demokratischen Erneuerungsprozess einzuleiten. Zu diesem Zweck wurde auch versucht, namhafte Schriftsteller zur Unterstützung der betreffenden Themen zu gewinnen, wie z.B. Brecht, Seghers und Zweig.

Mit der Gründung der DDR wurde auch die Literatur voll und ganz für die von der Regierung definierten Ziele des Sozialismus eingespannt. So entstand nicht nur in der bildenden Kunst, sondern auch in der Literatur der sog. Sozialistische Realismus. Im Mittelpunkt stand hier ein proletarisches Heldenbild, welches durch besondere Leistungen für das Gemeinwohl im Sinne des Sozialismus gekennzeichnet war.

1959 wurde der sogenannte Bitterfelder Weg initiiert, bei dem - politisch angeordnet - aus dem Alltag der Arbeiter heraus Literatur entstehen sollte. Prominentes Beispiel ist Christa Wolf, die ein Betriebspraktikum in einem Waggonwerk in Halle absolvierte und dabei schriftstellerisch tätig wurde. Der Bitterfelder Weg ließ keinen Raum für Experimente. Parteilichkeit wird ebenso verlangt wie ein hohes Maß an Allgemeinverständlichkeit. Schon dadurch wird die literarische Bandbreite stark eingeschränkt.

In den späteren 1960er Jahren war die DDR-Literatur dann vorrangig vom Alltag geprägt: die Aufbauphase ist auch in literarischer Hinsicht abgeschlossen, die Schriftsteller beschäftigten sich mit dem Ist-Zustand, d.h. vor allem mit der Anpassung des Individuums an die vorgegebenen Bedingungen. Und genau an dieser Anpassung setzen auch erstmal kritische Stimmen an. Zu nennen sind hier beispielsweise wieder Christa Wolf, Plenzdorf oder auch de Bruyn.

Anfang der 1970er Jahre wurde von der Politik schließlich die Phase der 'entwickelten sozialistischen Gesellschaft' eingeläutet. Damit kommt etwas Bewegung in das System und auch die Literatur fand Ansatzpunkte, die überdeutlich ausgeprägte Bürokratisierung zu kritisieren. In den späteren 1970er Jahren schließlich nam die Systemkritik einzelner Schriftsteller zu und es kam, ausgelöst durch die Ausbürgerung des Liedermachers Biermann, zum öffentlichen Dissens. Es kam zum Exodus weiterer Künstler, andere blieben und schrieben weiter, zum Teil gegen erheblichen Widerstand.
 

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