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E.T.A. Hoffmann
1776 bis 1822

Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann wurde am 24.1.1776 als drittes Kind eines Rechtsanwalts in Königsberg geboren. Später änderte er in Gedenken an Mozart seinen dritten Vornamen in Amadeus.
Im Alter von zwei Jahren ließen sich seine Eltern scheiden, Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann wurde der Mutter zugesprochen und lebte mit dieser unter der Vormundschaft seines Onkels bei seiner Großmutter.
Mit sechzehn Jahren begann er, Jura zu studieren. 1795 erwarb er sein erstes Staatsexamen und trat sein Amt als Regierungs-Auskultator in Königsberg an. Bereits während des Studiums versuchte er sich an eigenen Kompositionen, widmete sich der Malerei, dem Zeichnen und Schreiben. Nach Abschluss seines zweiten juristischen Examens 1798 war er als Referendar am Kammergericht in Berlin tätig und verlobte sich mit Minna Dörffer, seiner Cousine. Zwei Jahre später, nach Erwerb des dritten Staatsexamens, wurde er zum Assessor des Obergerichts in Posen ernannt. Wegen staatsfeindlicher Karikaturen, in denen er sich über die Posener Gesellschaft mokierte, wurde er jedoch 1802 nach Polen strafversetzt. Er löste die Verlobung mit seiner Cousine auf und heiratete kurze Zeit später die Polin Maria Thekla Michalina Rorer-Trzynska.
Von 1804 bis 1807 hatte er eine Stelle als Regierungsrat in Warschau inne. Als die Stadt jedoch von Napoleons Truppen besetzt wurde, verlor E.T.A. Hoffmann diese und verdiente seinen Lebensunterhalt in den folgenden Jahren als Musiklehrer, Kapellmeister, Komponist, Literat und Kulissenzeichner am Theater. Sein Freund Theodor Gottlieb von Hippel verhalf ihm 1814 wieder zu einer Stelle im preußischen Staatsdienst. 1819 wurde E.T.A. Hoffmann zum Mitglied der Immediatkommission zur Ermittlung hochverräterischer Verbindungen ernannt, erwirkte jedoch zwei Jahre später die Demission.
Am 25.6.1822 starb E.T.A. Hoffmann im Alter von 46 Jahren nach einer schweren Krankheit, der sogenannten Rückenmarksdarre, in Berlin.

E.T.A. Hoffmann gilt als einer der bedeutendsten Autoren der Romantik.
Zu seinen bekanntesten Werken zählt der Schauerroman „Die Elixiere des Teufels“, der der Schwarzen Romantik zugeordnet werden kann und von einem Mönch handelt, der zum Mörder wird. Wahnvorstellungen und Realität vermischen sich auch in Hoffmanns Kunstmärchen „Der Sandmann“, dessen Protagonist Nathanael in einem Wetterglashändler den Verantwortlichen für den Tod seines Vaters zu erkennen glaubt.
Hoffmanns bekanntester satirischer Roman "Die Lebensansichten des Katers Murr" lässt sich wie folgt zusammenfassen: Der Kater Murr verfasst seine Biografie und verwendet hierfür bereits beschriebenes Papier, das Manuskript seines Besitzers Kreisler. So werden beide Geschichten miteinander verwoben: Murr als Verkörperung der Bildungsphilister bildet hierbei das Gegenstück zu Kreisler als ironisch-romantischem Künstler.
 
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