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Fjodor M. Dostojewskij
1821 bis 1881

Im 19. Jahrhundert hat sich die russische Literatur auf einem vorher und auch später nicht wieder erreichtem hohen Niveau befunden. Vor allem die russischen Romane gehörten zum Besten, was zu dieser Zeit in der Welt geschrieben wurde. Das ist eindeutig auch der Verdienst von Fjodor M. Dostojewskij, der am 11. November 1821 in Moskau geboren wurde. Dostojewskijs Leben ist von Höhen und Tiefen geprägt gewesen, von Leid und von Erfolg, und er hat vieles von diesen persönlichen Erlebnissen in seine Romane und Erzählungen einfließen lassen.

Dostojewskij entstammte einer verarmten Moskauer Adelsfamilie. Als er 16 Jahre alt war, starb seine Mutter, woraufhin die Familie nach Sankt Petersburg zog. Dort studierte Dostojewskij vin 1838 bis 1843 Bauingenieurwesen. In St. Petersburg heiratete er. Von den vier Kindern, die Dostojewskij und seine Frau Maria bekamen, starben zwei bereits sehr jung. 1846 wurde sein Roman "Arme Leute" veröffentlicht, und machte den erst fünfundzwanzigjährigen Schriftsteller sofort berühmt. Dostojewskij war eine komplexe Persönlichkeit. Trotz des großen Erfolges seines Buches wurde er zur selben Zeit Mitglied in einer illegalen revolutionären Vereinigung, den "Petraschewzen". Man denunzierte ihn, er wurde verhaftet, und zum Tode verurteilt. Erst, als er schon auf dem Richtplatz stand, begnadigte ihn Zar Nikolaus I. und seine Strafe wurde in vier Jahre Zwangsarbeit in Sibirien umgewandelt. In der Verbannung kam es auch zu seinen ersten epileptischen Anfällen. Die Erlebnisse während dieser Zeit fanden ihren Niederschlag in dem 1860 erschienen Buch "Aufzeichnungen aus einem Totenhaus".

Nach seiner Haftentlassung wurde Dostojewskij Offizier, und schrieb die ebenfalls sehr erfolgreichen Romane "Onkelchens Traum" und "Erniedrigte und Beleidigte". Von 1862 bis 1865 unternahm Dostojewskij mehrere Reisen nach Europa. Hier trat zum ersten Mal die ihm in seinen folgenden Jahren ernsthafte Probleme bereitende Spielsucht zutage, eine Erfahrung, die er in dem Roman "Der Spieler" von 1866 verarbeitete. 1864 starben Dostojewskijs Frau und sein Bruder, mit dem er gemeinsam eine Zeitschrift heraus gegeben hatte. Trotz dieser schweren Zeit gelingt ihm 1866 der ganz große Wurf mit dem Roman "Schuld und Sühne". 1867 flieht Dostojewskij wegen hoher Schulden nach Europa, und lebt in Dresden, Genf und Vevey. 1867 erscheint "Der Idiot", dessen Held, Fürst Myschkin, aufgrund seiner christusähnlichen Eigenschaften von der Gesellschaft geächtet wird. Dostojewskij hat sich in dieser Zeit ebenfalls dem christlichen Glauben zugewandt, und beginnt mit seiner zweiten Frau ein bürgerliches Dasein. Weitere Romane erscheinen in der Folgezeit: "Die Dämonen" und "Die Brüder Karamasow". Dostojewskij stirbt am 28. Januar 1881 in Sankt Petersburg.
 
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