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Friedrich Gottlieb Klopstock
1724 bis 1803

Sein Leben

Der Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock wurde 1724 in Quedlinburg geboren. Mit noch 16 Geschwistern war er das älteste Kind. Nach dem Gymnasium besuchte er die Fürstenschule in Schulpforte. Hier lernte er die alten Klassiker aus der Antike kennen: Homer, Horaz und Vergil. Seine frühesten Dichtungen fallen in diese Zeit. Bereits zu diesem Zeitpunkt entstanden die ersten Ideen zum "Messias".

Sein Theologiestudim begann Friedrich Gottlieb Klopstock 1745 in Jena. Parallel schrieb er die ersten drei Gesänge des "Messias". Die ursprüngliche Prosaform arbeitete er später in seinem neuen Wohnort Leipzig um. Diese neue Hexameter-Form erregte großes Aufsehen. Sie bekam Leitbildcharakter in der gesamten Epoche. Nach dem Studium wurde er Hauslehrer in Langensalza. Er verliebte sich in Maria-Sophia Schmidt. Die unerfüllte Liebe drängte ihn zum Dichten wunderbarer Oden, die der bis dahin bekannten vernünftigen Poetik widersprachen. Die Literatur spricht von der Geburtsstunde der reinen Dichtung. Auf Einladung des Königs Friedrich V. ging Klopstock nach Dänemark. Er erhielt eine jährliche Lebensrente von 400 Talern. Mit dieser Unterstützung konnte er unbeschwert arbeiten. Insgesamt drei Jahre lebte Friedrich Gottlieb Klopstock in Dänemark.

1751 lernte er seine große Liebe Margareta (Meta) Moller kennen, die er drei Jahre später ehelichte. Bei einer Totgeburt verstarb auch Margareta im November 1758. Diesen Tod konnte er 30 Jahre lang nicht vergessen. Erst 1791 heiratete er eine Nichte von Margareta. Mit 78 Jahren verstarb Friedrich Gottlieb Klopstock am 14. März 1803. Neben seiner ersten Frau Margareta wurde er auf dem Friedhof der Christianskirche in Ottensen beerdigt. Das Begräbnis war außergewöhnlich feierlich. So begleitete eine Ehrenwache von 100 Männern die Überführung des Leichnams und über 100 Künstler und Sänger wirkten an der Trauerfeier mit. Heute informiert ein Museum in Quedlinburg über den großen deutschen Aufklärer.
 


Sein Werk

Friedrich Gottlieb Klopstock war der erste Dichter, der in seinem Werk die Hexameter als Versmaß verwendete. Die freien Rhythmen nutzten dann nach ihm auch Hölderlin und Goethe. Er gilt als Vertreter der Aufklärung und legte den Grundstein für die Erlebnisdichtung und den deutschen Irrationalismus. Als Aufklärer kam es ihm jedoch weniger auf die Vernunft als auf die Empfindsamkeit an. Zu seinen bedeutendsten Werken zählen die Gesänge des "Messias" (1748), seine Oden (1750), das Trauerspiel "Der Tod Adams" (1757), "Hermanns Schlacht. Ein Bardiet für die Schaubühne" (1769) und ungezählte Betrachtungen über Sprache, Dichtkunst und dem Verhältnis zu Gott. Berühmte Komponisten wie Franz Schubert griffen bei ihren Musikstücken auf Klopstock zurück. Auch Gustav Mahler vertonte ein Gedicht.

Bücher von Friedrich Gottlieb Klopstock
 

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