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Der deutsche Lyriker Georg Rodolf Weckherlin wurde 1584 in Stuttgart als
Sohn eines höheren Hofbeamten geboren. Anfang des 17. Jahrhunderts
studierte Weckherlin schwerpunktmäßig Jura in Tübingen. Dabei unternahm
er Bildungsreisen durch Deutschland, Frankreich und England. Im
Anschluss trat er in den württembergischen Staatsdienst ein und wurde
herzoglicher Sekretär und Hofdichter bei Johann Friedrich von
Württemberg. In dieser Zeit hielt er sich auch häufiger in England auf,
verlobte sich dort in Elizabeth Raworth und begann schriftstellerisch zu
arbeiten. In England fasste er gut Fuß, wurde Vertrauter von Jakob I und
Karl I. und diente als Staatssekretär des englischen Außenminister Lord
Conway. Mit dem Amtswechsel zu Oliver Cromwell übernahm John Milton
seine Position und Weckherlin zog sich 1649 nach der Einarbeitung seines
Nachfolgers aus dem englischen Staatsdienst zurück.
Neben seiner erfolgreichen beruflichen Karriere baute Weckherlin seine
schriftstellerischen Tätigkeiten aus. Er nutzte seinen guten
internationelen Überblick auch für seine literarischen Aktivitäten und
übertrug französische Dichtungsformen erstmals auch auf die deutsche
Literatur. So veröffentlichte er mehrere Gedichtsbände, die formal
gesehen eine interessante Wendung in der Dichtkunst der damaligen Zeit
darstellen. Weckherlin war ein hochangesehener Mann in London geworden
und verstarb dort 1653.
Bücher
von Georg Rodolf Weckherlin
Werke von Georg Rodolf Weckherlin:
Oden und Gesänge, Gedichte II 1618
Gaistliche und weltliche Gedichte 1641 - Sämtliche Gedichte, hg. H.
Fischer III 1894-1907 (neu 1968)
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