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Johann Ludwig Gleim
1719 bis 1803
Johann Ludwig
Gleim wurde am 02. April 1719 in Ermsleben (Ostharz) geboren und
verstarb im hohen Alter von 83 Jahren am 18. Februar 1803 in
Halberstadt.
Im Alter von 20 Jahren nahm er ein Studium der Rechte an der Universität
Halle auf, entdeckte aber sehr schnell seine wahre Begabung und
Leidenschaft, die Literatur. Er begeisterte sich fortan für das
Schreiben. Die fortschrittlich denkenden Philosophen Alexander Gottlieb
Baumgarten und Georg Friedrich Meier übten fortan auf das Werk Gleims
entscheidenden Einfluss aus.
Im Jahre 1740 unterrichtete Johann Ludwig Gleim die Sprösslinge einer
wohlhabenden Familie aus Potsdam. Im Rahmen dieser Anstellung lernte
Gleim den Prinzen Wilhelm von Brandenburg-Schwedt kennen. Anschließend
stand Johann Ludwig Gleim als Sekretär des Adligen in dessen Dienst. Er
blieb, bis der Prinz 1744 starb. Er fand den Tod bei der Belagerung
Prags im Zweiten Schlesischen Krieg. Ab 1747 arbeitete er weiterhin als
Sekretär, dieses Mal für Leopold I, Fürst von Dessau-Anhalt. Diesen
Posten bekleidete Gleim jedoch nicht lange – er litt unter dem harschen
Führungsstils des Fürsten - und zog im Anschluss bis ins Jahr 1747 nach
Berlin. 1747 wurde er Domsekretär in Halberstadt, später auch Kanonikus
des Stifts Walbek. Gleim verfügte zu dieser Zeit über ein sehr gutes
Einkommen.
Gleim suchte und fand Zeit seines Lebens Anschluss an Literaten- und
Dichterkreise. Bestens bekannt war er mit unter anderem mit Johann Peter
Uz, Moses Mendelssohn und Heinrich Voß und gründete gemeinsam mit ihnen
den Halberstädter Dichterkreis.
Gleim verfasste vornehmlich Lieder, die von den Preußischen Kriegen in
den Jahren 1756 bis 1790. In seiner bekanntesten Dichtung "Preußische
Lieder in den Feldzügen des Preußischen Krieges 1756 und 1757 von einem
Grenadier". Gleim schrieb dieses Werk am Anfang des Siebenjährigen
Krieges, der von 1756 bis 1763 wütete, und brachte in ihm vornehmlich
seine Begeisterung für Friedrich II. zum Ausdruck. Weitere Kriegslieder
folgten. Gleim gilt mit seiner Darstellung der Kriege als erster
deutscher Lyriker, der in seinen Werken politische Themen behandelte.
2003 erschienen im Verlag Wallstein "Ausgewählte Werke" Gleims. Außerdem
ist nach Johann Ludwig Gleim der Gleim-Literaturpreis benannt. Der Preis
wird alle zwei Jahre vergeben, und zwar von dem Förderkreis Gleimhaus e.
V.Bücher
von Johann Ludwig Gleim
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