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Joseph Freiherr von
Eichendorff
1788 bis 1857
Joseph
Freiherr von Eichendorff lebte von 1788 bis 1857. Von Eichendorff wurde
am 10.März 1788 in eine schlesische Adelsfamilie hineingeboren. Er war
der Sohn eines preußischen Offiziers. Sie lebten in Oberschlesien auf
dem Schloss Lubowitz. Jegliche Besitztümer wurden 1823 verkauft, als die
Familie verarmte. Dennoch wuchs er geborgen in der Familie und ohne
Sorgen auf.
Selbst die Ehefrau von Bismarck war eine Verehrerin Eichendorffs.
In Halle und Heidelberg studierte er in den Jahren 1805 bis 1812 Jura.
In Wien machte er seinen Abschluss. Eichendorff kämpfte als Patriot
gegen Napoleon. Er nahm an den Befreiungskriegen teil.
Luise von Larisch, die von ihm ein Kind erwartete, heiratete er 1815.
1816 trat er in den preußischen Staatsdienst ein. Er war in Breslau,
Danzig, Königsberg und Berlin. Er wurde in Danzig Schulrat und 1831
hatte er großen Einfluss im Berliner Kulturministerium. Eichendorff war
katholisch und den Steinischen Reformen treu. Das führte zu Konflikten
mit dem protestantischen Preußen. Auf eigenen Wunsch wurde er 1844
pensioniert.
1855 zog er nach Neisse. Am 26. November 1857 verstarb er dort.
Zum bedeutendsten Dichter der Romantik zählt man Joseph Freiherr von
Eichendorff.
Viele seiner Gedichte sind bis heute bekannt geblieben. Dazu gehören:
„Sehnsucht“, „Mondnacht“ und „Der alte Garten“.
In seiner Erzählung „Schloss Dürande“ 1837 beschreibt er die Landschaft
Schlesiens. Damit spiegelt er seine Heimatverbundenheit wieder. Bereits
mit zehn Jahren ist Eichendorffs Lyrik geprägt von großen Empfindungen.
Er schreibt sein erstes Trauerspiel, das in der Römerzeit handelt. Erste
Gedichte veröffentlichte er bereits in seiner Studienzeit. Er benutzte
jedoch nicht seinen Namen, sondern das Pseudonym „Florenz“. Hier
begegnete ihm Brentano, F. Schlegel und A. von Arnim.
Eichendorff ist ein typischer Vertretern der deutschen Romantik. Er
erzählt in Szenen- und Bilderfolgen von Ritter, Bergen und Burgen, aber
auch von Liebe und Einsiedler. Seine frühen Prosadichtungen sind von
Märchen und Phantasie geprägt. Er schrieb 1808/09 „Zauberei im Herbste“,
1819 „Das Marmorbild“. Seine wichtigste Novelle ist „Aus dem Leben eines
Taugenichts“, entstanden 1826. Er stellt die reale Welt dar, mit „ihren
tausend verdrießlichen und eigentlich für alle Welt unersprießlichen
Geschäften“ dar.
Später folgen balladenhafte Romanzen, er schreibt religiöse und
melancholische Gedichte. Dazu zählen „Auch ich war in Arkadien“, 1834
und „Libertas und ihre Freier“ , 1849. Eichendorff schrieb Lyrik, Dramen
und Prosa. Später gehörten auch Versepen und politische
literaturhistorische Darstellungen dazu.
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