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Martin Luther wurde am 10. November 1483 in Eisleben geboren. Als
geistiger Vater und Initiator der Reformation spielt er in der
Religionsgeschichte eine ganz entscheidende Rolle. Luthers Werk ist
nicht zuletzt eine große schriftstellerische Leistung. So übersetzte er
auf Basis einer griechischen Vorlage von Erasmus von Rotterdam das Neue
Testament ins Deutsche und veröffentliche diese 1522. 1523 folgte ein
Teil des Alten Testaments.
Unterstützt durch die Erfindung des Buchdrucks fanden Luthers Werke
schnell eine enorme Verbreitung, so daß bereits nach wenigen Jahren ein
hoher Anteil der Menschen, die Lesen konnten, mit Luthers Bibelversionen
vertraut waren. 1534 schloß Luther seine Arbeiten am Alten Testament ab
und vollendete so das Werk, welches als Lutherbibel in die Geschichte
einging. Entscheidend für den Erfolg von Luthers Bibel war auch, dass er
sie sprachlich - neben der Übersetzung ins Deutsche - stark
vereinfachte. Er schrieb sehr bildhaft und kreierte dabei sogar
Sprachbilder, die fortan die deutsche Sprache geprägt haben. Insofern
hatte Martin Luther nicht nur einen starken Einfluß auf die Religion,
sondern auch auf die Sprache der deutschen Literatur in den
nachfolgenden Jahrhunderten.
Martin Luther heiratete Katharina von Bora und hatte mit ihr sechs
Kinder. Er lehnte für sich das Zölibat ab, dies entsprach nicht seinem
Bibelverständnis. Luther verstarb am 18. Februar 1546 in Eisleben,
vermutlich infolge eines Herzleidens.
Bücher
von Martin Luther
Werke von Martin Luther
bzw. deren Neufassungen:
Martin Luthers Werke, Kritische Gesamtausgabe (Weimarer Lutherausgabe,
abgekürzt WA), 120 Bände, 1883 ff. (Sonderedition 2000–2007)
Kurt Aland (Hrsg.): Luther deutsch. Die Werke Martin Luthers in neuer
Auswahl für die Gegenwart, 4. Aufl. Göttingen 1991, 10 Bände und 1
Registerband Von der Freiheit eines Christenmenschen, Wittenberg 1520,
24 Seiten
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