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Mechthild von Magdeburg, vermutlich adeliger Abstammung, wurde 1207 auf
einer Burg in der Umgebung von Magdeburg geboren. Sie erhielt eine sehr
gute Bildung und entschloß sich mit etwas 20 Jahren, nach den Regeln des
heiligen Dominikus in Armut zu leben. Von da an lebte sie als Begine in
Magdeburg.
Ihr bekanntestes Werk ist „Das fließende Licht der Gottheit“. Sie
verfasste es in einfachem Niederdeutsch, der Sprache des Volkes, nicht
jedoch der Literaten und des Adels. Das Werk umfasst sieben Teilbücher
und beschreibt die mystische Vermählung der Seele mit Christus. Der
Originaltext ist leider nicht erhalten, sondern lediglich eine
sprachliche Übertragung des Werkes ins Oberdeutsche. Literaturhistorisch
ist das Werk und Wirken von Mechthild von Magdeburg äußerst
bemerkenswert.
Zu dieser Zeit war es schon ungewöhnlich, dass sich eine Frau
literarisch betätigte. Hinzu kam, daß Mechthild theologische Inhalte
thematisierte, und dies nicht wie es die damalige Gepflogenheit war auf
Latein, sondern in niederdeutscher Umgangssprache. Das war eine
Provokation und Mechthild machte sich damit zahlreiche Feinde. So zog
sie sich schließlich ins Kloster Helfta bei Eisleben zurück, vo sie
vermutlich gegen 1282 in hohem Alter starb.
Bücher
von Mechthild
von Magdeburg
Werke von Mechthild von
Magdeburg:
Das fließende Licht der Gottheit. Herausgegeben von Margot
Schmidt. Stuttgart-Bad Cannstatt (Frommann-Holzboog) 1995
Das fließende Licht der Gottheit. Hrsg. v. Gisela Vollmann-Profe.
Frankfurt (Deutscher Klassiker Verlag) 2003
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