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Otfrid von Weißenburg
etwa 800 bis 870

Otfrid von Weißenburg lebte etwa von 800 bis 870 und war Mönch in Weißenburg (das heutige Wissembourg im Elsaß). Er verfaßte das sogenannte Liber evangeliorum, ein Evangelienbuch, in einem damals am südlichen Rhein verbreiteten Dialekt des Althochdeutschen. Diese umfangreiche Werk ist in fünf Bücher gegliedert und umfaßt 140 Kapitel.

Neben dem Evangelienbuch verfaßte Otfrid zahlreiche weitere Werke in Latein, darunter viele biblische Kommentare und Glossare. Otfrid von Weißenburg gilt als der erste deutsche Dichter, er bediente sich regelmäßig der Reimform in seinen Werken.

Interessant ist, dass Otfrid sich sehr wohl bewußt war, dass er mit seinen Gedichten Neuland betrat. So erläuterte er in einem Schriftsatz, warum er sich seiner Umgangssprache, seines Dialekts bediente, was bis dato nicht üblich gewesen war. Er erklärt auch die Aufteilung seines Evangelienbuchs in fünf Abschnitte. Erhalten geblieben sind verschiedene Manuskripte, von denen die Wiener Handschrift vermutlich eigenhändige Anmerkungen von Otfrid enthält.

Bücher von Otfrid von Weißenburg

 

Werke von Otfried von Weißenburg bzw. deren Neufassungen:

Otfried von Weißenburg, Evangelienharmonie. Faksimile-Ausgabe des Cod. Vindob. 2687 der Oesterreichischen Nationalbibliothek, mit Einleitung von H. Butzmann, 1972
J. Kelle, Otfrieds von Weißenburg Evangelienbuch, 1856-1881 (Ausgabe mit Grammatik und Wörterbuch)
P. Piper, Otfrieds Evangelienbuch I, 2. Aufl. 1882; O. Erdmann, Otfrieds Evangelienbuch 1882, 6. Aufl. 1973

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