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Das
Gedankengut und Lebensgefühl der Romantik verbreitete sich von
Deutschland aus über Europa. Friedrich Schlegel und
Friedrich Freiherr von Hardenberg, der sich Novalis
nannte, prägten diese Epoche anfangs stark. Inhaltlich wurde in der
Romantik die gesellschaftliche Realität strikt abgelehnt. Die
Romantiker sahen die naturwissenschaftlichen und technischen
Fortschritte und das gesellschaftliche Leben jener Zeit sehr kritisch.
Gefühl und Fantasie waren die entscheidenden Determinanten des
romantischen Weltbilds, Schönheit und Harmonie wurden verehrt, eine
Fokussierung auf die Ratio abgelehnt.
Dennoch
war die Romantik keinesfalls eine koordinierte Bewegung mit einem klar
definierten Ziel. Es gab im Gegenteil viele Gruppierungen mit
unterschiedlichen Interessenschwerpunkten, die teilweise auch
rivalisierten. In den Universitätsstädten entwickelten sich
verschiedene Strömungen in der romantischen Literatur und Kunst.
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