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Theodor Storm
1817 bis 1888

Der im Jahr 1817 in der norddeutschen Hafenstadt Husum geborene deutsche Dichter Theodor Storm gehört zu den ersten Vertretern des deutschen Realismus in der Literatur.

Der Sohn eines Notars und einer Tochter aus gutem Hause studierte nach anspruchsvoller Schulbildung Jura in Kiel, um eine juristische Karriere nach dem Vorbild des Vaters zu beginnen. Schon als 16-jähriger Schüler entdeckte Storm seine Begeisterung dafür, Gedichte zu schreiben. Während seines Studiums trug er gemeinsam mit Freunden Sagen und Liedertexte aus seiner schleswig-holsteinischen Heimat zusammen und schrieb dazu eigene Gedichte.

Seine juristische Laufbahn setzte Storm nach dem Abschluss des Studiums als Rechtsanwalt in seiner Heimatstadt Husum fort. Im Jahr 1846, wenige Jahre nach der Eröffnung seiner Kanzlei, heiratete er. Aus der Ehe sollten insgesamt sieben Kinder hervorgehen, bevor seine Ehefrau Constanze im Kindbett starb. In zweiter Ehe heiratete Storm seine langjährige Geliebte.

Beruflich ergab sich für den Juristen, der sich selbst als "unpolitisch" zu bezeichnen pflegte, ein Einschnitt, als ihm 1853 die Erlaubnis, als Rechtsanwalt tätig zu sein aufgrund seiner feindseligen Einstellung gegenüber Dänemark entzogen wurde. Um weiterhin juristisch arbeiten zu können, verließ Theodor Storm seine norddeutsche Heimat und nahm eine unbezahlte Anstellung als Gerichtsassessor am Amtsgericht Potsdam an. Dort lernte der bekennende Republikaner den preußischen Konservativismus kennen, aber nicht lieben. Er knüpfte in dieser Zeit Kontakte zu anderen Literaten seiner Zeit, beispielsweise zu Theodor Fontane. Im Jahr 1856 wurde er als Kreisrichter von Heiligenstadt in Thüringen eingesetzt.

Während der gesamten Zeit hielt er Beobachtungen und Erlebnisse in Gedichtform oder in Form von Novellen fest. Noch während seiner Zeit in Husum hatte Storm neben anderen Werken das auch heute noch bekannte Gedicht "Die Stadt" über seine Heimatstadt verfasst. Die schon zur damaligen Zeit sehr erfolgreiche Novelle "Immensee" hatte Storm bereits 1849 fertig gestellt.

Im Jahr 1864 stand für Theodor Storm erneut eine Veränderung an. Nachdem der Deutsch-Dänische Krieg zugunsten der preußisch-österreichischen Truppen entschieden war, rief die Bürgerschaft ihn als Landvogt zurück nach Husum.  Dort arbeitete er als Landrichter, bis er 1880 in den Ruhestand ging, um sich ganz seiner Tätigkeit als Poet widmen zu können. In dieser späten Wirkungsphase entstand die heute wohl bekannteste Novelle von Theodor Storm, "Der Schimmelreiter". Nach Fertigstellung dieser bekannten Novelle im April 1888 verstarb Storm im Juli des selben Jahres infolge von Magenkrebs.
Neben den bereits erwähnten Werken ist aus der Vielzahl der literarischen Arbeiten des Theodor Storm die Novelle "Pole Poppenspäler" besonders hervorzuheben. Storm schrieb hier ein Auftragswerk, das gezielt für junge Menschen bestimmt war.

 

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