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 Betreff des Beitrags: Tolstois Krieg und Frieden
BeitragVerfasst: Mittwoch 19. März 2003, 23:17 
Durchkämpfen - Das Buch sollte man möglichst zusammenhängend bis zur Hälfte lesen, ansonsten kann man mit den Personen durcheinandergeraden. Danach liest man ganz alleine weitere. Bißchen langatmig sind die historischen Erzählungen und Erläuterungen, aber informativ! Die Geschichte zwischen den einzelnen Personen ist fesselnd; ich wollte wissen, ob und wie sie die Situationen bewältigen usw. Gefässelt hat mich auch der Stil, wie Tolstoi die Gefühle und Eindrücke von Trauer und Glück, Liebe, Enttäuschung, Krieg und Frieden beschreibt. Ein Schreibstil, den ich zuvor nicht kannte und mich sehr begeisterte.<br>Ein Buch, das man gelesen haben sollte !!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Tolstois Krieg und Frieden
BeitragVerfasst: Donnerstag 20. März 2003, 22:17 
> Das Buch sollte man möglichst zusammenhängend bis zur Hälfte lesen<br>unbedingt, wenn nicht in einem Rutsch! Gleiches gilt für jede(n) andere(n) Autor(in), der/die das Prädikat lesenswert verdient. Da gibt es ungefähr noch 40 bis 50 andere von dieser Sorte: Proust, Joyce, Jahnn, Berlioz, Pessoa, Mann usw. Bezeichnenderweise können dagegen Gegenwartsautor(innen) fast getrost im Regal stehen bleiben, sie vergiften nur den Geschmack, der ja geschult sein will.<br>1.) Um das Pensum zu bewältigen, verordne ich jedem/r Leser(in) für diese große Arbeit mindestens 3 Jahre ununterbrochene Erwerbslosigkeit.<br>2.) Desweiteren fordere ich die Fließbandverkaufsmaschine amazon auf, ihre Pforten endlich zu schließen, um die ergänzende und unverwechselbare Aura der kleinen Buchläden um die Ecke zu erhalten und damit eine vergessene Lesekultur wieder salonfähig zu machen.<br>3.) Das Internet vergiftet die Sprache in einer bislang ungeahnt raschen und verhehrenden Weise und muss ab sofort und endgültig dem Museum zugeführt und in Formaldehyd als Mahnung nachstehender Generationen ersäuft werden.<br>4.) Wer liest oder schreibt, oder wer Lesungen hält oder Schreibstunden erteilt wird mit einer Geldleistung von monatlich nicht unter 1500 EUR belohnt. Denn wer dieser Zunft nachgeht, hat keine Zeit Kriege zu führen, Autos zu fahren, Kinder zu vergewaltigen, falsche Politik zu verkrauten und nicht zuletzt:<br><br>verquere Manifeste zu verfassen.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sonntag 17. Juni 2007, 16:49 
Offline

Registriert: Sonntag 17. Juni 2007, 16:44
Beiträge: 1
Klar ist "Krieg und Frieden" ein unglaublich tolles, monumentales Buch. Aber man muss sich tatsaechlich, vor allem durch das erste Drittel durchkaempfen.
Die vielen Charaktere sind teilweise verwirrend, manchmal hatte ich dass Gefuehl, dass Tolstoi den roten Faden verliert. Richtig genossen habe ich die Geschichte erst ab der Haelfte...also nur Geduld und nicht gleich nach 20 Seiten aufgeben- es lohnt sich!


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